Bewegungseinschränkende Massnahmen (BeM)

Wir sind uns bewusst, dass bewegungseinschränkende Massnahmen (BeM) einen massiven Eingriff in die Selbstbestimmung des Menschen darstellen. Der Gesetzgeber erlaubt BeM daher nur, wenn festgeschriebene Bedingungen erfüllt sind (vgl. Art. 383 ZGB).

In Solina Steffisburg besteht ein Konzept zu den bewegungseinschränkenden Massnahmen, um Sicherheit und Transparenz für Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende zu schaffen.

Sofern BeM angewendet werden, müssen diese fachlich begründet sein und mit dem Erwachsenenschutzrecht übereinstimmen. Uns ist bewusst, dass BeM weder bei herausforderndem Verhalten von Bewohnern noch zur Sturzprophylaxe geeignet sind, im Gegenteil, sie erhöhen das Sturzrisiko. Deshalb stehen für uns Prävention und Mobilitätsförderung sowie kontinuierliche Schulung des Personals im Vordergrund.

Den Entscheidungsprozess für oder gegen BeM führen wir analytisch und reflektiert nach einem standardisierten Ablauf durch. Sollten BeM dennoch notwendig werden, wenden wir die für den Bewohner am wenigsten eingreifende Massnahme korrekt und nur so kurz wie nötig an. Alle getroffenen Massnahmen werden dokumentiert und mit allen Beteiligten evaluiert.

Bei Unklarheiten geben wir gerne Auskunft.