Normalisierungsprinzip

Das Normalisierungsprinzip wurde als zentrale Maxime im Umgang mit erwachsenen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen entwickelt. Es besagt, dass das Leben dieser Menschen in allen Phasen so normal wie möglich zu gestalten ist.

Konkret ergeben sich Auswirkungen auf folgende Bereiche:

  • Normaler Tagesrhythmus
  • Trennung von Arbeit, Freizeit und Wohnen
  • Normaler Jahresrhythmus
  • Normale Erfahrungen im Ablauf des Lebenszyklus
  • Normaler Respekt vor dem Individuum und dessen Recht auf Selbstbestimmung
  • Normale sexuelle Lebensmuster innerhalb der betreffenden Kultur
  • Normale ökonomische Lebensmuster und Rechte im Rahmen gesellschaftlicher Gegebenheiten
  • Normale Umweltmuster und –standards innerhalb der Gemeinschaft

Auch wenn die Umsetzung in der konkreten Praxis sehr anspruchsvoll ist, stellt dieses Prinzip in Solina eine wichtige Leitidee im Umgang mit Menschen dar.