Menschen im Mittelpunkt
Highlights aus dem Solina-Jahr 2025Bei Solina wohnen Menschen, werden Menschen begleitet und arbeiten Menschen mit vollem Einsatz. Was von aussen manchmal unsichtbar bleibt, ist im Innern der Betrieb, der nie stillsteht: 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch als Organisation bleibt Solina kontinuierlich in Bewegung: 2025 wurden wieder wichtige Weichen gestellt – leise, aber mit Wirkung.
Vier Themen prägten das Jahr 2025: Menschen im Mittelpunkt, Solina als sichtbare Arbeitgeberin, ein starker Betriebsalltag und der konsequente Blick nach vorne.
Die Highlights der GL-Mitglieder sowie unseres Stiftungsratspräsidenten Daniel Gobeli erfahren Sie im Video.
Mitarbeitende im Fokus
Was zählt, passiert am Bett und dahinterLangzeitpflege ist Beziehungsarbeit. Sie funktioniert nur, wenn die Menschen, die pflegen und begleiten, selbst gut aufgestellt sind: fachlich, organisatorisch und menschlich. Deshalb hat Solina 2025 in mehreren Bereichen gezielt investiert: in Professionalität und Verbesserung von Abläufen wie z. B. der Umgang mit Pflegematerial, in faire Arbeitsbedingungen und in Instrumente, die insbesondere Führungskräfte entlasten sollen.

Ein bedeutender Schritt im Bereich Caring war 2025 die erfolgreiche Umstellung auf interRAI-LTCF. Das bisherige System RAI-NH, mit welchem der Pflegebedarf der Bewohnerinnen und Bewohner ermittelt wird, musste aufgrund einer kantonalen Verordnungsanpassung abgelöst werden. Alle Mitarbeitenden mit einer RAI-Rolle wurden zwischen Februar und Mai geschult, Prozesse und Rollen wurden unternehmensweit neu geklärt. Bei der Umstellung konnte die durchschnittliche Pflegeeinstufung der Bewohnerinnen und Bewohner gehalten werden. interRAI-LTCF wird international laufend weiterentwickelt, erfasst den Pflegebedarf differenzierter und rückt die Sichtweise der Bewohnerinnen und Bewohner stärker in den Vordergrund.
Ein noch wesentlicherer Entwicklungsschritt ist uns bei der Umsetzung der individuellen Pflegeplanung gelungen: Ende Jahr verfügten alle Bewohnerinnen und Bewohner über eine ihren spezifischen Bedürfnissen angepasste Pflegeplanung, in welcher Ziele und Handlungsfelder beschrieben sind. Basierend darauf werden sämtliche Leistungen geplant und quittiert. Damit gelingt es Solina, die Arbeit des Carings detailliert auszuweisen.
Bei der Pensionskasse hat Solina 2025 eine klare Entscheidung getroffen. Per 1. Januar 2026 wechseln alle Mitarbeitenden von der Berner Pensionskasse zu Previs. Dieser Wechsel bringt für die meisten Mitarbeitenden Vorteile: bessere Renten für Personen kurz vor der Pensionierung dank eines höheren Umwandlungssatzes, einen stärkeren Schutz bei Invalidität oder Tod sowie mehr Sicherheit durch den höheren Deckungsgrad der neuen Pensionskasse. Um auf dem Arbeitsmarkt mit den Löhnen noch wettbewerbsfähiger zu werden, wurden die bislang grosszügig ausgestalteten Sparpläne auf ein Branchenmittel reduziert. Das so eingesparte Geld wurde vollständig für Lohnerhöhungen und zur Finanzierung besserer Risikoleistungen eingesetzt. Nach einer einstimmigen Empfehlung durch Geschäftsleitung und Personalkommission stimmten sowohl der Stiftungsrat als auch mehr als 50 % der Mitarbeitenden dem Wechsel zu.
Der Stiftungsrat würdigte die Arbeit aller Mitarbeitenden mit einer Anerkennungsprämie, ausbezahlt als Reka-Card. Und erstmals fand das «Perron 1» statt: ein neuer freiwilliger Informationsanlass für jene Mitarbeitenden, die gerne mehr Infos zu Solina aus erster Hand hören möchten. Locker, kurz, ehrlich – Kaffee und Kuchen im «Speisewagen» inklusive. «Mitarbeitende und Geschäftsleitung auf Augenhöhe» lautet das Motto. Die erste Ausgabe war gut besucht und ein Erfolg.

Als Arbeitgeberin sichtbar
Damit die richtigen Menschen zu uns findenDer Wettbewerb um Fachkräfte ist real. Solina begegnet ihm nicht mit Klischees, sondern mit Ehrlichkeit: Wir zeigen, wie der Alltag bei uns wirklich ist und warum es sich lohnt, Teil von Solina zu sein.
Die Personalmarketingkampagne 2025 brachte drei professionell produzierte Kurzfilme – je rund 30 Sekunden, gedreht in der Solina Ziegelei. Echt, empathisch und mit einem Augenzwinkern. Die Kampagne lief in zwei Wellen: Zuerst mit breiter Imagewirkung, dann mit konkreten Berufsbildern im Zentrum. Ausgespielt auf Social Media und auf animierten Werbestellen an Bahnhöfen und im öffentlichen Verkehr. Erstmals wurde die Kampagne nebst dem Berner Oberland auch im Wallis ausgespielt. Für die Walliser Zielgruppe wurden eigens Versionen im walliserdeutschen Dialekt produziert.
Flankiert wurde die Kampagne durch eine neue Karriereseite mit hohem Bildanteil, übersichtlichen Stellenangeboten nach Bereichen und einem Bewerbungsprozess, der auf wenige Klicks reduziert und für mobile Geräte optimiert wurde. Mehr Bewerbungen bedeuten weniger Vakanzen – und das entlastet am Ende jede und jeden im Team.
→ Zur neuen Karriereseite: jobs.solina.ch
Betrieb & Alltag
Wo viele Räder ineinandergreifenPflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Gastronomie, Administration und weitere: Bei Solina greifen alle Fachbereiche ineinander. Das zeigt sich auch bei den Projekten. Immer mehr Vorhaben betreffen mehrere Fachbereiche gleichzeitig und haben fast immer eine digitale Komponente. Die Koordination der zahlreichen Abhängigkeiten wurde dadurch zunehmend anspruchsvoller. Deshalb hat Solina 2025 die Grundlagen für ein neues Projektportfoliomanagement geschaffen, das der wachsenden Komplexität besser gerecht wird.
Die vielfältigen Leistungen im Betriebsalltag zeigen sich auch in der Hotellerie. Die Restaurants mit dem Catering und den Mahlzeitenlieferungen erzielten 2025 mit 2,1 Millionen Franken einen Rekordumsatz. Dazu beigetragen haben unter anderem zwei Hochzeiten, eine grosse Firmenweihnacht sowie die hohe Auslastung der Restaurants über Mittag. Die zahlreichen Gäste und Anfragen für Feste bestätigen, dass die Angebote und die Atmosphäre bei Solina geschätzt werden.


Mit der Software Soobr wurde ein neues digitales Werkzeug für die Mitarbeitenden der Hauswirtschaft eingeführt. Reinigungsaufgaben lassen sich damit strukturiert planen und transparent erfassen. Was technisch klingt, hat im Alltag eine einfache Wirkung: auf einen Blick ist ersichtlich, welche Räume bereits gereinigt wurden und wo noch Arbeit ansteht. Bei Personalausfällen unterstützt die Software bei der Priorisierung von Aufgaben.
Am 24. Oktober 2025 übte Solina Spiez gemeinsam mit Feuerwehr, Zivilschutz und Rettungsdienst den Ernstfall. Rund 40 freiwillige Mitarbeitende wirkten als Statisten in einem realistischen Brandszenario mit. Die Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen und allen anderen beteiligten Gruppen funktionierte nicht auf Anhieb reibungslos. Genau deshalb sind solche Simulationen wichtig. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in Konzeptanpassungen und können das Schadenausmass reduzieren, sollte der Ernstfall einmal eintreten.
Das Video der Feuerwehr Spiez gibt Einblick in die Übung und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen.


Verantwortung & Zukunft
Wir gestalten, statt zu reagierenDie langfristige Entwicklung von Solina entsteht nicht zufällig. Mit Investitionen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Wachstum wurden auch 2025 wichtige Grundlagen geschaffen, um den Herausforderungen der Zukunft aktiv zu begegnen.
Digitale Transformation
Die Digitalisierung ist bei Solina neu direkt in der Geschäftsleitung vertreten. Damit gehört Solina zu den Vorreitern der Branche. Das Ziel ist klar, wir wollen mehr Zeit für Menschen schaffen und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden durch moderne Technologie und effizientere Prozesse verbessern. Die neu geschaffene GL-Funktion stiess auf grosses Interesse. Während Fachkräfte im Caring nur schwer zu finden sind, bewarben sich rund 100 Personen auf die neue Stelle. Schliesslich setzte sich der in Thun wohnhafte Janik Bütikofer durch. Er trat per 2. Juni 2025 ins Unternehmen ein und verantwortet die Digitalisierung sowie indirekt die Weiterentwicklung der ICT-Plattform von Solina.
Nachhaltige Entwicklung
Im Jahr 2025 verabschiedete der Stiftungsrat das Nachhaltigkeitskonzept von Solina. Daraus entstand unter anderem der Nachhaltigkeitszirkel. Dieses Gremium bringt Mitarbeitende verschiedener Bereiche zusammen, um Nachhaltigkeit in der Praxis voranzutreiben. Ein konkreter Schwerpunkt ist die Reduktion von Foodwaste. Das KI-gestützte Instrument Kitro macht Lebensmittelverschwendung bei Solina sichtbar und hilft, sie gezielt zu reduzieren.
Neu stehen an den Standorten Spiez und Ziegelei Ladestationen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes bereit. E-Bikes können kostenlos und ohne Registrierung geladen werden. Weil die neuen E-Parkplätze das bereits knappe Platzangebot weiter reduzieren, wurden an beiden Standorten zusätzliche Mitarbeiterparkplätze geschaffen.
Standortentwicklung Thun
Der Neubau Solina Hoffmatte in Thun schreitet voran. Während die Baubewilligung erwartet wird, haben interne Nutzergruppen die Arbeit bereits begonnen. Die Grundrisspläne sind zu grossen Teilen finalisiert. Die Infrastruktur wird kompakt mit einem vielseitig genutzten Erdgeschoss und vier Stockwerken mit je 32 Pflegeplätzen geplant. Der Neubau ist eine Chance, Abläufe neu zu denken und aktuelle Technologie von Anfang an miteinzubeziehen. Wenn es gelingt, die Wege kurz zu halten und z. B. Anschlüsse für Sensoren an den richtigen Positionen zu platzieren, kann die Arbeit zukünftig noch effizienter erledigt werden.
Ausblick
Was das Solina-Jahr 2026 bringen wirdFolgende Themen werden anhand der der strategischen Schwerpunkte von Solina die Arbeiten im Jahr 2026 prägen.
Wachstum
Der Neubau Solina Hoffmatte in Thun bleibt ein zentrales Vorhaben. Der Spatenstich solle noch im 2026 erfolgen. Bis dahin gilt es, die Detailplanung weitgehend abzuschliessen und die vertraglichen Regelungen mit der Firma Frutiger AG zu finalisieren. Parallel dazu wird die interne Projektorganisation aufgebaut, damit das Gebäude nicht nur gebaut, sondern auch erfolgreich in Betrieb genommen werden kann. Gleichzeitig werden die bestehenden Standorte und Angebote gezielt weiterentwickelt.
Kundenerlebnis
- Die Qualität von Pflege und Betreuung prägt das tägliche Erleben unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Entscheidend sind dabei sowohl die fachliche Qualität der Leistungen als auch die Haltung und Empathie der Mitarbeitenden. Gleichzeitig sollen individuelle Ziele in Pflege und Betreuung klar definiert, systematisch verfolgt und regelmässig überprüft werden. Um die betroffenen Mitarbeitenden zu unterstützen, investiert Solina 2026 in zusätzliche Schulungen, interne Beratung und technische Hilfsmittel.
- Solina startet im Jahr 2026 das Projekt «Customer Experience (CX)» zur Weiterentwicklung des Erlebnisses von Bewohnerinnen, Bewohnern und Angehörigen. Dabei werden bestehende Abläufe und Berührungspunkte mit Solina analysiert. Darauf aufbauend wird ein Soll-Erlebnis definiert, welches die Basis für eine gezielte Weiterentwicklung der internen Abläufe bildet. Diese sollen konsequenter auf das Kundenerlebnis ausgerichtet werden.
- Der «Park im Winter», der von Januar bis Februar 2026 erstmals seine Türen öffnet, schafft Solina in Steffisburg in der kalten Saison ein neues Angebot für unsere Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen sowie externe Gäste. Der Lichterweg mit verschiedenen Stationen wird durch ein erweitertes Restaurantangebot und eine Fonduestube ergänzt. In den Folgejahren soll der Park am Standort Ziegelei weiter an Attraktivität gewinnen.
Arbeitserlebnis
Das Handlungsfeld Arbeitserlebnis wird 2026 und darüber hinaus oberste Priorität geniessen, da der Arbeitsmarkt in der Gesundheitsbrache weiter austrocknen und der Wettbewerb um Arbeitskräfte in der Pflege härter werden wird. Folgende konkrete Vorhaben zur Verbesserung des Arbeitserlebnisses bei Solina werden zukünftig bearbeitet und weiter vorangetrieben:
- Einführung eines Einspringpools
- Projekt Employee-Experience 2.0, bei welchem der Fokus stärker auf die Einarbeitungszeit in den ersten Monaten nach Stellenantritt liegt.
- Prüfung einer Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen
- Einführung von technischen Hilfsmitteln, welche die tägliche Arbeit erleichtern
- Investition in Leadership-Skills unserer Führungskräfte durch Schulung, Austauschgruppen und Schaffung von Reports in Echtzeit, die Entscheide unterstützen
Nachhaltigkeit
Der strategische Schwerpunkt «Nachhaltigkeit» geniesst aufgrund der Umsetzungserfolge in den Vorjahren nun tiefere Priorität. Der Fokus liegt nun auf der operativen Umsetzung gemäss Nachhaltigkeitskonzept (siehe weiter oben).
Digitalisierung
- Mit dem Projekt «Data» werden wir Daten aus verschiedenen Programmen an einem Ort zusammengezogen. Mit der zentralen Datenbasis können wir die Daten einfacher anschauen, vergleichen und besser nutzen.
- Mobiles Arbeiten und Kollaboration: Im Jahr 2026 geht die Strategie «Mobile first» in die nächste Phase der Umsetzung. Anwendungsfälle, wie insbesondere die Mitarbeitenden der Bereiche Caring und Hotellerie im Alltag entlastet werden können, werden identifiziert, neue Lösungen fürs Smartphone kreiert und die Mitarbeitenden geschult. Für eine übersichtlichere und effizientere Zusammenarbeit wird das Programm Teams eingesetzt, wofür im kommenden Jahr Konfigurationsarbeiten und Schulungssequenzen anstehen.
- Mit dem laufenden Projekt «Küchenwerk» wird das Ziel verfolgt, die Verpflegung bei Solina standortübergreifend zu organisieren. Gleichzeitig soll von den Vorlieben und Unverträglichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner über Rezepte, Essensbestellung bis zur Auslieferung der Prozess digital abgebildet werden können. Im nächsten Jahr werden mögliche Software-Lösungen evaluiert.
- Künstliche Intelligenz hat sehr viel Potenzial, bestehende Geschäftsprozesse oder ganze Geschäftsmodelle disruptiv zu verändern. Solina will in den nächsten Monaten eine Art Labor schaffen, um die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit möglicher Anwendungsfälle auszutesten. Gleichzeitig stellen Datenschutz und Governance Hürden bei der Implementierung der neuen Technologie dar. In den kommenden Monaten werden mit externer Unterstützung entsprechende Konzepte erarbeitet.
- Enterprise Architektur und Prozesse (Fundament): Im Jahr 2026 investiert Solina in die Basis der betriebseigenen ICT-Plattform. Um die Mitarbeitenden zielgerichtet unterstützen zu können, reicht der Fokus auf Technologie längst nicht mehr aus. So entwickelt Solina in den nächsten Monaten ein neues Konzept «Identity- und Access-Management» und startet dann unmittelbar mit der Umsetzung. Ziel ist, dass neuen Mitarbeitenden u. a. rasch und automatisch korrekte Berechtigungen auf Daten und Software sowie Zutritt zu Räumen gewährt werden können.
Digitalisierung funktioniert zudem nur dann, wenn Prozesse klar dokumentiert und dank Harmonisierung viele gleiche Anwendungsfälle identifiziert sind. Deshalb investiert Solina im Jahr 2026 in die Erfassung von Prozessen, Rollen und Berechtigungen. Unter der Leitung von Janik Bütikofer, Leiter Digitalisierung, wird ein Team aus Product Owners, Business Analysts und Prozess-Spezialisten aufgebaut mit dem Ziel, die Organisation mit internem Knowhow und Personalressourcen bei der Transformation zu unterstützen und eigene Lösungen zu entwickeln.
Marke
Solina will ihre Position als attraktive Arbeitgeberin und Anbieterin von Langzeitpflege in der Region weiter stärken. Dazu wird der Markenauftritt im Jahr 2026 gezielt weiterentwickelt. Ein Markenmodell, ein Styleguide und ein abgestimmtes Vorlagenset schaffen die Grundlage für einen einheitlichen und wiedererkennbaren Auftritt. Ziel ist es, die Werte und Besonderheiten von Solina noch sichtbarer zu machen und die Marke über alle Standorte und Kontaktpunkte hinweg konsistent erlebbar zu gestalten.
Nachfrageentwicklung 2026
AHV-Plätze:
Für das Jahr 2026 rechnet Solina weiterhin mit einer stabilen bis leicht steigenden Nachfrage bei der stationären Langzeitpflege (AHV-Plätze). Bei diesen Angeboten wird daher mit einer guten Auslastung und der Erreichung der budgetierten Umsatzziele gerechnet.
IV-Plätze:
Im Bereich der IV-finanzierten Plätze erfolgt für Solina im Jahr 2026 der Systemwechsel. Neu erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner mit IV-Finanzierung eine individuelle Einstufung nach IHP (Individueller Hilfebedarf). Der Kanton Bern ist mit der Umstellung im Verzug. Während Solina bei den IV-Plätzen trotz Systemwechsel im Jahr 2026 mit einer unveränderten Nachfrage und konstanter Auslastung rechnet, kann aktuell nur schwer abgeschätzt werden, welchen Einfluss der Systemwechsel auf die Erträge der IV-Plätze haben wird. Solina nimmt an, dass bei diesen Angeboten die Erträge der Hotellerie unverändert bleiben und jene der Betreuung leicht zurückgehen könnten.
Wohnen Plus:
Solina kann bereits heute mit insgesamt 107 Wohneinheiten die hohe Nachfrage nach Alterswohnungen nicht decken. Es bestehen lange Wartelisten fürs Wohnen Plus, weil das Angebot in den meisten Fällen durch Ergänzungsleitungen finanzierbar und gemessen mit anderen Wohnungen in der Region kostengünstig ist. Beim Wohnen Plus ist mit geringfügig steigendem Umsatz zu rechnen.
Weitere Angebote von Solina:
Die ambulanten Angebote Tagesbetreuung (Spiez) und Tagestreff (Kirchbühl, Steffisburg) verzeichnen eine eher rückläufige Nachfrage und werden deshalb isoliert betrachtet defizitär bleiben. Mit der Integration ins Gesamtangebot der Betreuung besteht die Absicht, das Angebot in Spiez mit dem neuen Finanzierungsmodell weiterzuführen.
Bei der Physiotherapie und dem Fitnessangebot konnten die Umsatzziele im Berichtsjahr nicht erreicht werden. Ziel ist eine Steigerung der Auslastung, damit insbesondere die Rentabilität der Physiotherapie verbessert werden kann. Aufgrund der hohen internen und externen Nachfrage sollte eine leichte Umsatzsteigerung erreicht werden können.
Erfreulich entwickelt sich seit Jahren der Umsatz unserer Restaurants. Insbesondere der Standort Ziegelei verzeichnet immer mehr Buchungen für grössere Anlässe wie Abdankungsessen, Konfirmationen oder gar Hochzeiten. Der Umsatz des Restaurants Ziegelei wird jedoch auch von den Besuchen der Mitarbeitenden der Firma Studer beeinflusst, die in letzter Zeit aufgrund von Kurzarbeit weniger oft bei Solina konsumierten. Da die Restaurants aber sehr rege und konstant von den eigenen Mitarbeitenden genutzt werden, rechnet Solina fürs Jahr 2026 mit ähnlichen Erträgen wie im Vorjahr.
Begriffe & Abkürzungen
AHV: Alters- und Hinterlassenenversicherung
CX: Customer Experience (Kundenerlebnis)
ICT: Informations- und Kommunikationstechnologie
IHP: Individueller Hilfebedarf
IV: Invalidenversicherung
KI: Künstliche Intelligenz
RAI / interRAI: Instrumente zur Erfassung des Pflegebedarfs
Jahresergebnis 2025
Zahlen und RevisionsberichtErfolgsrechnung und Kennzahlen
Der Betriebsertrag konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Dies dank einer Kombination von Tariferhöhungen, dem Wohnbereich E1 in Spiez, welcher erstmals über ein ganzes Jahr im Vollbetrieb war, sowie einer allgemein starken Auslastung der Plätze an allen Standorten. Zusätzlich ist der RAI-Schnitt leicht gestiegen.
Durch die höhere Belegung erhöhte sich auch der Personalaufwand. Der Betriebsaufwand ist in erster Linie aufgrund von zukunftsweisenden Digitalisierungsprojekten gestiegen. Im ausserordentlichen Erfolg konnte dieses Jahr eine Auflösung der Rückstellung der Pensionskasse verbucht werden.
In der Summe resultierte im Geschäftsjahr 2025 nach Fondsveränderung ein Jahresergebnis (Ertragsüberschuss) von CHF 5'722’896 als Zuweisung in das freie Kapital. Somit konnte die Stiftung Solina eine deutliche Steigerung des Ergebnisses erzielen.


Bilanz 2025
Wie schon im Vorjahr konnten im Jahr 2025 Hypotheken amortisiert werden. Dadurch wurde die Quote des Fremdkapitalanteils weiter von 46 % auf 39 % gesenkt. Mit Blick auf die Baufinanzierung des neuen Standortes Hoffmatte ist dies eine erfreuliche und solide Ausgangslage.
Die Revisionsstelle Balmer-Etienne AG hat die Jahresrechnung 2025 geprüft und empfiehlt, diese zu genehmigen.
Den Revisionsbericht können Sie hier herunterladen:
Risikomanagement
Kontrolle und Überwachung der BetriebsrisikenFür die erfolgreiche Steuerung der Geschäftsentwicklung der Stiftung Solina ist die Kontrolle und Überwachung der Betriebsrisiken eminent wichtig. Das Risikomanagement hat deshalb einen hohen Stellenwert. Der Stiftungsrat wird im Rahmen seiner Überwachungsfunktion jährlich, sowie zusätzlich bei Bedarf, von der Geschäftsleitung über das Risikomanagement mit einem Bericht informiert.

Kontaktperson
Stiftung SolinaPatric Bhend
Geschäftsführer
T +41 33 439 95 95
patric.bhendextra@solina.ch





